25 Jahre Linux – Gratulation!

Linux ist ein Open-Source-Betriebssystem, das 1991 seinen Anfang nahm und heute wohl das Betriebssystem mit der weitesten Verbreitung ist. Initiator ist Linus Torvalds, der die Entwicklung bis heute dirigiert. Der Grund warum es vielleicht nur die wenigsten kennen, ist die Tatsache das Linux meist “nur” im Hintergrund arbeitet. So nutzt Android den Linux-Kernel, aber die meisten werden nur Android kennen. Auch in Routern, TV-Geräten, den meisten Webservern usw. wird Linux als “Treiber” nachgesagt.

Am offensichtlichsten wird Linux als so genannte Linux-Distributionen erkannt. Die wohl bekanntesten wären hier zu nennen Debian, Red Hat, SuSE. Diese unterteilen sich weiter in Abkömmlinge usw. Diese Distributionen werden entweder von Gemeinschaften oder auch Firmen betreut und entwickelt. Distributionen sind “Paketsammlungen” verschiedener Software und Linux Distributionen, sind Softwaresammlungen rund um Linux. Linux dient hier als Betriebssystem.

Mein Anfang mit Linux

Meine Anfänge mit Linux waren so um das Jahr 2000 rum. Meinen ersten eigenen PC hatte ich mit Windows 98. Unter dem Betriebssystem habe ich auch mit programmieren angefangen, mit Visual Studio 6.0 genauer gesagt. Was mich jedoch störte, das ich mit der Version keine ausführbaren Programme bauen konnte und geschriebene Software nur auf Windows laufen musste. Damals kannte ich nichts anderes außer Windows als Betriebssystem und eigentlich die Spielkonsolen wie PlayStation oder Super Nintendo.

Auch dafür wollte ich doch Software schreiben 🙂 Naja… viel verstanden habe ich damals nicht. Ich habe mich mit programmier Büchern versorgt, die Buchtitel heute freilich vergessen, und dort fand ich auch das Wort Linux und Linux als Betriebssystem. Das interessante jedoch für mich war, der dort genannte Compiler GCC konnte ohne Einschränkungen ausführbare Software erstellen. Einmal erstellen und überall nutzen …. so ungefähr. Über einen Freund kam ich zu damaligen Mandrake Linux.

Jahre mit Linux

Damit habe ich angefangen und mich langsam in die Materie und Open Source Thematik befasst und eingearbeitet. Im Gegensatz zu heute, war die Community viel pragmatischer und offener eingestellt. Man war experimentierfreudiger und viele Entwicklungen hatten den Touch von etwas futuristischem. Ich hatte das Gefühl gehabt bereits in der Zukunft zu sein. Heute ist der Linux-Desktop paradoxerweise eher konservativ geprägt, jede Neuentwicklung wird meist skeptisch beäugt und nicht selten machen sich Wellen der Entrüstung breit. Ich sage nur … SystemD. Ich finde SystemD großartig 🙂

Ich habe vieles mitgemacht was man so als Linux-User halt macht. Viele Distributionen ausprobieren, sich über OpenSource informieren, in den Communities mitwirken und natürlich … Windows hassen. Das volle Programm eben. Als ich schließlich Windows ganz gekippt habe und mich für frei von “dem Feind” erklärte, hat es nicht lange gedauert (ca. 1-2 Jahre) und ich nutzte doch wieder Windows, neben Linux und später auch OSX. Was war passiert? Nun, ich habe festgestellt, das “der Feind” nur in meinem Kopf existierte, aufgebauscht durch das “Ökosystem” in dem ich mich befand.

“Linux only” zu sein, machte mich nicht Glücklich. Ein großes Problem waren die Anwendungen. Vieles war einfach nicht ausgereift, hatten nicht die Funktionalität gehabt, die ich erwartete und waren auch nicht stabil. Zudem gab es neue Umbrüche, durch neue Desktops und der daraus resultierten Neuprogrammierung und Anpassung der alten Anwendungen. Klar hat eine Anwendung meist eine neue Lib bekommen. Funktionstechnisch waren es meist nur Updates und konnten meist nicht mehr als die vorherigen Versionen auch.

Linux für mich heute

Heute bin ich Anwender der Windows, OSX und Linux gleichermaßen nutzt. Alle drei Systeme nutze ich für Entwicklung und sonstige arbeiten und versuche die Stärken des jeweiligen Systems für mich zu nutzen. Ich nutze Linux als Workstation für Webentwicklung. Ich habe eine Laptop mit Linux und installiertem LAMP. Ich könnte auch Software wie XAMPP nutzen, jedoch hat mich die Erfahrung dahingehend eines gelernt. Simulation ist praktisch immer nur eine Simulation und spiegelt nicht unbedingt den realen Ablauf. Was unter XAMPP wunderbar funktioniert, muss nicht auf dem Webserver genauso funktionieren. Stichworte wäre da, fehlende Rechte, falsche Serverkonfiguration etc…

Dazu eignet sich für mich Linux wunderbar. Also möchte ich hier meinen Dank und Glückwünsche überreichen. Danke und auf viele weitere wunderbare Jahre 🙂