Heinrich Schiller  01.01.2021 21:46

Jahresausblick 2021

Nach einem Rückblick 2020 kommt der Ausblick 2021 und ich möchte dort fortsetzen wo ich im Jahr 2020 aufgehört habe.

Neues CMS

Eigentlich sollte das bereits letztes Jahr geschehen, das ich auf ein Neues (und besseres) CMS umsteigen wollte, dann kamen paar gravierende Umstellungen und alles hat sich eben dahingezogen. Das heinerCMS ist ein von mir entwickeltes und erweitertes mini-CMS auf Basis von PHP, das gewisse Dinge kann und viele Dinge die es mal konnte, nicht mehr kann. Im Rahmen ständiger Umstellungen habe ich Teile der Software mit der Zeit einfach kaputt gemacht, immer mit Aussicht das ich das wieder Reparieren werde. Irgendwann ist das Projekt einfach eingeschlafen, da andere Prioritäten Vorrang hatten. Ich wollte am Anfang des letzten Jahres die Software wieder auf Vordermann bringen, habe ich mich letztendlich umentschieden und zum Schluss das Projekt in das GitHub-Archiv verschoben.

Ich war es eigentlich leid schon wieder den Code umbauen zu müssen, vielleicht durch ein Framework ersetzen und die Datenbank zu reparieren. Letztendlich wäre alles beim Alten wie jetzt, nur vielleicht ein bisschen Sicherer. Irgendwie wollte ich nicht mehr an der alten „Leiche“ wieder rum doktern, sondern wollte irgendwie etwas Neues. Wusste aber nicht was. Ich lese PHP-Magazin und Entwickler-Magazin und dort auf einen interessanten Artikel über moderne CMS-Systeme gestolpert. Welche Arten es gibt, ihre Verbreitung usw. Dabei ist mir ein interessantes Konzept begegnet, der zwar generell nicht Neu ist, aber ich bis dato noch gar nicht kannte. Headless-CMS.

Ein Headless-CMS hat keine eigene View und kommuniziert nur über eine API. Eine View muss anschließend ein Gerät selbst mitbringen. Und das macht es für mich so interessant. Natürlich ist das ganze ein gewisser Spieltrieb, aber ich kann mit diesem CMS dann andere (Lern-)Projekte anknüpfen. So kann ich neben einer Webseite das auf das CMS zugreift, eine Smartphone-App und eine Tablet-App basteln und nebenbei lernen wie man Software für diese kleine Computer schreibt, ohne sich ein Projekt extra ausdenken oder suchen zu müssen. Es könnte nahtlos alles aufgegriffen werden. Darum habe ich mein altes und kaputtes heinerCMS letztendlich eingestellt.

Die Vorbereitungen sind soweit gemacht, dass ich meine alte Software nochmal zum Teil analysiert habe und dabei feststellte, welche Features noch funktionieren, was genau brauche ich, was brauche ich nicht und was ist falsch und sollte neu gemacht werden. Was ich überhaupt vermisst habe und was nicht. Es ist noch nicht ganz abgeschlossen, da ich hier nicht oft schreibe und somit nicht alle Fehler und Wünsche noch katalogisiert habe. Die Software soll aber kleiner werden, als ich es irgendwann mal geplant hatte. Ja, ich habe eine sehr große Liste mit Features die ich in das alte CMS mal einbauen wollte.

Aber auch ein technisches Grundgerüst steht bereits. Ich habe mich im letzten Jahr mit dem PHP-mikro-Framework Slim beschäftigt und setze gerade noch ein größeres Projekt damit um. Was mich an Slim begeistert, ist die Tatsache das es wirklich klein und „leicht“ durch andere Pakete erweiterbar ist. Ich habe mich auch mit Lumen, dem mikro-Framework von Laravel, etwas beschäftigt. Ich bin dabei aber schnell zu einem Punkt gekommen, wo die Dokumentation glassklar sagte, „Sie wollen dieses Feature, bitte nutzen sie Laravel!.“. Ich will nicht sagen das Lumen schlecht ist, nur mir hat es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr wirklich gefallen.

Meine Einarbeitung zum Slim ging sogar soweit, dass ich mir ein eigenes Skeleton für Slim und meine Bedürfnisse geschrieben habe und diese über composer auch nutzen kann. Gegenüber dem offiziellen Skeleton von Slim, besitzt mein Projekt von Anfang an die Pakete die ich nutze und weniger Code, da ich kein Beispiel integriert habe. Und es ist etwas einfacher gebaut als das offizielle Skeleton von Slim. Ein einfaches aufrufen über composer genügt:

composer create-project heinrichschiller/slim-skeleton [my-app-name] --prefer-dist

und das Projekt ist installiert. Nun kann man es konfigurieren und loslegen. Die Konfiguration erfolgt über die .env datei. Es steht ein Router bereit. Und für das sofortige Testen stehen PHPUnit und PHPStan zur Verfügung. Über composer-Skripte lassen diese sich ganz einfach nutzen. Einen Blick muss man dafür aber in die composer.json werfen.

Es geht also voran.

Mehr analoge Bücher lesen

Im letzten Jahr leider nicht mehr geschafft, weil ich nebenbei auch mehr IT-Magazine und IT-Bücher gelesen habe:

Die will ich mir auf jeden Fall durcharbeiten, bevor ich mich mit neuen Büchern eindecke. Und ja! Da gibt es einige. Ich habe mir aber eine Grenze gesetzt, dass ich zuerst diese Bücher durchlese, bevor ich mir neue zulege.

Programmiersprachen

Ich habe mich im letzten Jahr neben etwas PHP, mehr mit JS beschäftigt und möchte es dieses Jahr auch weiter tun. Speziell das pure JS, Frameworks wie Vue.js und React. Dazu Node.js und progressive Apps. Weitere Wünsche wären Python und Java, aber realistisch betrachtet mit einer eher niedrigen Priorität. Ich habe Bücher über Algorithmen, Design Pattern etc. in der Programmierung, die überwiegen in diesen Sprachen gezeigt werden. Ich denke mal um das besser verstehen zu können, muss man sich mit diesen Sprachen zumindest etwas beschäftigt haben. Regelrechte Projekte mit diesen Sprachen habe ich keine.

Zusätzlich habe ich letztes Jahr angefangen mich mit der Godot Engine zu befassen, das ist eine Open Source Spiele-Engine, und schon eine erste Figur zum bewegen gebracht. Aber das ist ein ganz anderes Hobby mit der Priorität von 0. Das habe ich bis jetzt gemacht, wenn alles andere genervt hat.

Fazit

Ich habe viel geschrieben, aber tatsächlich soll es allgemein eher weniger öffentliche (also was ich hier geschrieben habe) Vorsätze geben als im letzten Jahr. Nichts geschrieben habe ich über familiäre Pläne, weil das behalte ich natürlich für mich, ebenso über Vorsätze wie Gewicht abnehmen oder mit dem Rauchen anzufangen. Gewicht abnehmen versuche ich seit vielen Jahren, das kommt und geht und für Rauchen fehlt mir Geld und die Routine. Wir kennen unsere Zukunft nicht und was ich hier oben nun aufgeschrieben habe, versuche ich bis zum Jahresende abzuarbeiten. Den eines ist klar, auch wenn ich nicht alles geschafft habe, was ich mir für das letzte Jahr vorgenommen habe, so habe ich einiges geschafft und was man geschafft hat, gibt einem ein gutes Gefühl und die Motivation für das neue Jahr weiter zu machen.

In diesem Sinne, frohes und Gesundes neue Jahr.