Heinrich Schiller  11.10.2018 11:32

Meine openSuSE Workstation

OpenSuse Leap 15 ist seit dem 25.05.2018 verfügbar, was es kann steht unter anderem hier, Versionshinweise hier und wie man es installiert und viele Filmchen findet man im Internet. Was ich mit openSuSE mache, das findet man … bei mir :)

Ich bin eigentlich eher Windows und MacOS-Nutzer und habe mit Linux eigentlich eher weniger etwas am Hut. Wobei richtig klar gestellt, eher ein Ex-Linux-Nutzer, wobei das wiederum nicht stimmt den ich nutze ja auch Linux. Früher eben als primäres System. Warum ich Linux nicht ganz den Rücken zudrehen konnte, liegt daran das es bei mir einen festen Platz als LAMP-Workstation ergattern konnte.

Ich schreibe überwiegend Websoftware auf PHP Basis und was ist jetzt naheliegender, als diese Software zumindest funktional unter LAMP (Linux Apache MySQL PHP) zu testen. Und genau das mache ich auch. Überwiegend schreibe ich Code unter Windows, mit XAMPP als lokale LAMP-Distribution. Das funktioniert ganz gut, nur eben nicht 100 prozentig zuverlässig. Windows ist eine andere Plattform als Linux, XAMPP ist großzügig konfiguriert und bringt sehr viele Module mit, die eine Linux-Distribution standardmäßig nicht mitbringt und meist Distributionsspezifisch konfiguriert ist und wo Linux-Berechtigungen für Windows egal sind, greifen diese wiederum unter Linux.

Das heißt das es zu unerwarteten Problemen kommen kann und muss, wenn man vom Entwicklersystem kein Feedback bekommt und man schon gewisse Manntage für nichts und wieder nichts einfach so verbrennen kann. Das ist besonders ärgerlich. Viele lösen das Problem mit einem Testserver, was ziemlich gut und richtig ist. Oder man hat eine Linux-Workstation zb. in einer VirtualBox laufen und spart sich unnötigen Netzwerk-Trafik und nicht unbedingt einen Testserver.

Jetzt habe ich schon mehr geschrieben als ich eigentlich wollte :)

Meine Installation

Mein Ziel ist es, OpenSuSE 15 in der VirtualBox zu installieren. Erst einmal als Desktop-Workstation, später vielleicht auch eine Server-Version falls ich darauf Lust darauf bekommen sollte. Die Desktop-Version hat für mich den Vorteil, das ich auch mir so anschauen kann was sich in der Linux-Desktop Welt so alles ereignet.

OpenSuSE läuft bei mir in einer mit reichlich Hardware-Ressourcen ausgestatteten VirtualBox.

4 Prozessorkerne

Ich denke das reicht für den Anfang :)

Zum Austausch der Daten habe ich einen “VirtualBoxAustausch”-Ordner unter Windows erstellt und VirtualBox zur Verfügung gestellt. Der Ordner wird unter OpenSuSE 15 erkannt. Die Einrichtung erkläre ich weiter unten. Zunächst die Installation. Dafür verwende ich das Netzwerk-Image, weil ich die gewünschte Konfiguration nicht von der DVD bekomme. Bei meiner gewünschten Konfiguration wähle ich in der Softwareauswahl den Punkt “Benutzerdefiniert”.

Und wähle folgende Punkte:

Das Ergebnis sieht dann wie folgt aus.

Was ich dann weiter benötige kann ich nach der eigentlichen Installation nachinstallieren. Letztendlich wenn alles geklappt hat, sollte man im gewähltem Desktop landen. Bei mir ist es Gnome3 im “Minimal Modus”.

Wie man sieht, ist auf dem erstem Blick gar nicht soviel installiert. Allerdings fehlt noch etwas an Software, anderes Thema, und vieles ist noch über das Terminal zu erreichen, wie zum Beispiel die Konfiguration des Webservers. Hier noch ein Bild auf die virtuelle Ausstattung der Hardware :)


Was ich erst einmal erreicht habe ist, Software die ich nicht benötige auch nicht installiert zu haben. Was ich noch benötige und mir fehlt, kann ich schließlich noch zusätzlich installieren. Das wird dann wohl Teil 2 dieser Themenreihe :)

Einrichtung des Gemeinsamen Orders

Bleibt noch die Frage zum “Gemeinsamen Ordner” zu klären. Diese Funktion stellt VirtualBox bereit um einen einfachen und schnellen Datenaustausch zwischen Host und Wirt zu ermöglichen. Aktiviert wird es in der VirtualBox bei “Gemeinsame Ordner” und nach dem Start des virtuellen System, ist es auch eingebunden.

Nutzen lässt es sich aber noch nicht, weil die Berechtigung dafür fehlt. Folgendes ist mir zwar nicht unbekannt, trotzdem mache ich das unter OpenSuSE zum allererstem mal … Verschaffung der nötigen Rechte. Das mache ich in dem ich den Benutzer in die nötige Gruppe vboxsf einfüge.

Das habe ich mit Hilfe von Yast auch erledigt. Im Modul “Benutzer und Gruppen” habe ich meinen Benutzer ausgewählt und editiert. Unter Details habe meinen Benutzer anschließend in die Gruppe vboxsf gesteckt und nach einem erneutem Login, lässt sich die Freigabe nutzen.

Hier das Ergebnis.

Ich komme jetzt endlich zum Schluss. Das Gesamtergebnis kann sich für mich sehen lassen. Ich bin zufrieden :)

Weitere Teile zum Thema sollten folgen. Ich möchte noch die Konfiguration des Desktops und ganz wichtig, die Konfiguration des Lamp dokumentieren, sobald ich mich darin eingearbeitet habe. Die hat sich nämlich gegenüber Leap 42 geändert.

Weitere Informationen zum Thema OpenSuSE gibt es auf der Projektseite.

(Dieser Artikel erschien zuerst in meinem WordPress-Blog, https://heinrich-schiller.de/wordpress/2018/05/26/meine-opensuse-workstation/, und dient nur zum Test für heinerCMS.)